Portrait- Reihe VISIBLE

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LUNGO DROM. LANGER WEG

Sie hat den Massenmord an Roma und Sinti in den Konzentrationslagern als eine der wenigen überlebt: die Künstlerin Ceija Stojka  Die Angst, die durch ihre Erinnerungen an die grauenhafte Kindheit im Todeslager und die wieder zunehmenden Verfolgungen von Roma in Europa wach gehalten wird, hat sie an ihre Kinder und Enkelkinder weitergegeben - aber auch die Liebe zum Leben. (48min)

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ABER IN AUSCHWITZ WILL ICH BEGRABEN SEIN

„Juden und Hunden ist der Eintritt verboten!“ Mit diesem Satz wird Dagmar Ostermann, die einen jüdischen Vater hat, am 11. März 1938 von einem Tag auf den anderen der Besuch in ihrem Stammcafè, der Konditorei Lehmann im 1. Bezirk, untersagt. Die Deportation ins Konzentrationslager Auschwitz überlebt sie, entwürdigt als namenloser Häftling mit der Nummer 21946, nur durch Zufall. (42min)

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DER DRECK AUF DER KEHRSCHAUFEL WAR ABENDS IN DER BLUTWURST

Mit den PartisanInnen gegen das Dritte Reich:
In ihrem Widerstandskampf gegen Hitler finden die PartisanInnen auch Unterstützung in der Bevölkerung: die 17-jährige Kärntner Slowenin Anna Kupper trägt Informationen weiter und organisiert Verpflegung für die WiderstandskämpferInnen. Von Nachbarn verraten, wird sie mit ihrer Familie verhaftet und ins Konzentrationslager Ravensbrück verschleppt. Die Angst, als ehemaliger Häftling diskriminiert zu werden, bringt sie nach der Befreiung jahrzehntelang zum Schweigen über das Erlebte, auch ihren Töchtern gegenüber. (38min)

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ICH HABE NICHT SO VIEL GEDACHT DAMALS, WAS UNS BEVORSTEHT

Der Pachtbauernhof von Josefine Oswalds Eltern wird in den 40er Jahren durch seine abgeschiedene Lage zu einem Stützpunkt für PartisanInnen. Die Familie wird verraten, die damals 16-jährige Josefine sowie ihre Eltern und ihre Schwester Bibiana werden verhaftet. Nach sechs Wochen Haft im Kreisgericht Leoben deportiert man die Frauen mit einem „Sondertransport“ über Bruck an der Mur in das Konzentrationslager Ravensbrück. Josefines Vater wird in Mauthausen interniert und stirbt kurz nach der Befreiung an den Haftfolgen. Frau Oswald spricht bis heute äußerst selten über ihre Erlebnisse im Konzentrations­lager, selbst ihren Kindern erzählte sie nicht davon. (37min)

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                                                                                                                                                         JEHOVA GOTT HAT MICH AM LEBEN ERHALTEN

Katharina Thaller wird 1943 gemeinsam mit ihrem Vater von der Gestapo verhaftet, weil sie als Zeugen Jehovas am Glauben festhalten. Nach zehn Tagen Gefängnis wird sie in das Konzentrationslager Ravensbrück und Valentin Thaller nach Dachau deportiert.
Als Katharina Thaller am 5. Juli 1945 nach Klagenfurt zurückkehrt, erkennt sie den Ort kaum wieder, auch ihr Elternhaus ist zum Teil beschädigt. Der Zusam­menhalt in der Familie ist zerstört, über die Erlebnisse im Konzentrationslager wurde niemals gesprochen. (25min)

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Regie: Marika Schmiedt©2009

DIE BEDEUTUNG DIESES PROJEKTS LIEGT - JENSEITS DER SUBJEKTIV EMOTIONALEN GESCHICHTS/BE/DEUTUNG – DARIN, EINEN ZUSAMMENHANG HERZUSTELLEN ZWISCHEN DEM HOLOCAUST ALS GESCHICHTLICHEM FAKT EINERSEITS UND SEINEN AUSWIRKUNGEN AUF HEUTIGE GESELLSCHAFTSPOLITISCHE ZUSAMMENHÄNGE IM ALLTÄGLICHEN ANDERERSEITS - JENSEITS DES ERINNERNS.

In den Jahren 1998 – 2000 wurden von jungen Mitarbeiterinnen der Lagergemeinschaft Ravensbrück in Zusammenarbeit mit dem Institut für Konfliktforschung Videointerviews mit Überlebenden des KZ Ravensbrück aufgezeichnet. Insgesamt wurden dabei über 200 Stunden Geschichte gesammelt.

Ziel des Projekts VISIBLE war es, dieses umfangreiche und wertvolle Material als Filmreihe öffentlich zu machen. Gemeinsame Gespräche, in denen das Mütter/Töchter/Söhne - Verhältnis zwischen Erzählung, Erinnerung und Auswirkungen der NS-Vergangenheit zur Sprache kommen sollte, wurden mit dem bereits vorhandenen Filmmaterial ergänzt. Die frühen traumatischen Lebenserfahrungen der (Groß)Mütter und deren Auswirkungen auf das eigene Leben und das der Kinder und Enkelkinder sollten  einen zentralen Stellenwert in der filmischen Auseinandersetzung mit den „Ravensbrückerinnen“ einnehmen. Es geht darum, den Blick auf die Spätfolgen der Verfolgung und Internierung durch das NS-Regime auszuweiten. Der Lebensalltag der Frauen, ihre Räume, Wege, Freund- und Verwandtschaften soll ins Bild gerückt werden. Ihr Leben mit dieser Erinnerung, mit/bestimmend für die gegenwärtigen Beziehungen zu Kindern und Enkeln und deren Erfahrungen damit machen für jüngere ZuschauerInnen den Zusammenhang der Geschichte des Nationalsozialismus mit dessen Bedeutung heute sichtbar.

www.ravensbrück.at

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